Bodensee I (Ankunft Konstanz)

Unser Bodensee-Auftakt: Von Liblar nach Konstanz

Die Vorfreude war groß, als wir um 4:45 Uhr in Liblar ins Auto stiegen. Die Autobahnen waren meist einigermaßen leer, sodass wir das Hotel Radisson HARBR. gegen 10:15 Uhr erreichten. Die Unterkunft begeistert uns nicht nur durch ihr schönes Ambiente, sondern vor allem durch ihre erstklassige Lage. Der  Bodensee-Radweg führt in unmittelbarer Nähe vorbei, Bahnhof und Hafen sind mit dem Rad in wenigen Minuten erreichbar – die perfekte Ausgangsbasis für unseren anstehenden 10-tägigen Fahrrad-Urlaub.
Den ersten Tag ließen wir bewusst ruhig angehen. Bei einem ausgiebigen Spaziergang erkundeten wir die größte Stadt am Bodensee zu Fuß. Der Weg führte uns zuerst entlang des Rheins und danach mitten hinein in die historische Altstadt von Konstanz. Die Stadt verzaubert sofort mit ihrem mittelalterlichen Flair, den engen Gassen der Niederburg und den liebevoll restaurierten Fassaden. Da Konstanz im Zweiten Weltkrieg von Bomben verschont blieb, ist der historische Kern außergewöhnlich gut erhalten.
Das absolute Highlight unseres Rundgangs war jedoch der Konstanzer Hafen. Direkt an der Hafeneinfahrt thront unübersehbar das offizielle Wahrzeichen: die Imperia. Die imposante, neun Meter hohe und 18 Tonnen schwere Betonstatue des Künstlers Peter Lenk dreht sich in vier Minuten einmal um die eigene Achse. Die leicht bekleidete Figur hält satirisch zwei kleine, nackte Männer auf den Händen – den Papst und den Kaiser. Damit erinnert sie auf humorvolle Weise an die Zeit des Konstanzer Konzils. Nach diesem ersten, faszinierenden Eindruck und einem Spaziergang vorbei an den an- und ablegenden Schiffen machten wir uns gemütlich auf den Rückweg zum Hotel.