Im Land der Esel und Drachenzähne

Mit Ingrid und Andreas waren wir das erste Oktober-Wochenende im deutsch-belgischen Grenzgebiet auf den Strecken des Vennbahnradweges und in der Eifel mit den Rädern unterwegs.

Wir haben in der „Alten Scheune“ in Büllingen-Manderfeld übernachtet, für uns die ideale Basis für drei Tage Fahrvergnügen in der Eifel im deutschsprachigen Teil Ost-Belgiens.

Am Freitag sind wir nach Ankunft und Einräumen über Manderfeld und Krewinkel zum Losheimer Landgraben gefahren.

Bei Krehwinkel sahen wir moosbewachsene Panzersperren (Drachenzähne) bei tollem Licht im Wald. Ebenso faszinierende wie erschreckende Überbleibsel aus dem zweiten Weltkrieg.

Und doch zur Zeit so aktuell wie lange nicht.

Beim Losheimer Landgraben befindet sich der südlichste Punkt Nordrhein-Westfalens. Interessanter waren allerdings die Kühe.

Bis dahin fuhren wir Landstraßen, Feld- und Waldwege. Ab Hallschlag ging es dann auf einer Quertrasse des Vennbahnradweges zum Losheimer Graben, wo wir uns gegen 18:30 Uhr im Hotel Schroeder ein Abendessen gönnten.

Im Dunkeln ging es dann über eine sehr abenteuerliche Schotter-Abfahrt zurück zur Alten Scheune. Hier haben wir den ersten von drei schönen Tagen mit einer Runde Hitster beendet.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück wieder auf die Räder. In der Nähe des Losheimer Grabens auf den Vennbahnradweg über Büllingen nach Büttgenbach.
Hier in Carols Brasserie haben wir einen Kaffee auf der Terrasse getrunken. Hier wird nur französisch gesprochen. Auf dem Parkplatz machte sich gerade ein Chopper-Club aus dem Ruhrgebiet mit dröhnenden Motoren auf den Weg.
Wir machten noch einen Abstecher zur Staumauer des Büttgenbacher Sees und fuhren dann wieder auf der Trasse des Vennbahnradweges Richtung Weismes. In Amel konnten wir nicht umhin, in einer belgischen Fritüre ein paar richtig leckere belgische Pommes zu essen. Natürlich Spezial.
Dann ging es über Honsfeld wieder zum Hotel Schroeder zum Abendessen. Restaurants sind in dieser Gegend nicht so oft zu finden.
Und wieder ging es nach einem guten Essen im Dunkeln auf die Schotterabfahrt. Zwei Runden Kniffel beendeten den ereignisreichen Tag.

Der Sonntag startete mit einem Besuch bei den Eseln im Garten. Andreas und Ingrid wollten noch schnell nach Losheim, ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Wir haben dann schnell entschlossen einen neuen Fernsehsessel im Möbel-Outlet gekauft.
Dann suchten wir den alten Bahnhof von Monschau. Leider war die Strecke, die Maps vorschlug, gesperrt.
Das artete dann in eine ziemlich chaotische Suche nach dem richtigen Startpunkt aus. Wir sind eine halbe Stunde um den Kalter Herberg über sehr seltsame Wege gefahren, bis wir den alten Bahnhof von Monschau erreichten.
Von dort ging es auf dem Vennbahnradweg eigentlich zum Rurradweg. Doch die vom Navi angezeigte Verbindung war für uns viel zu steil. So suchten wir uns einen anderen Weg nach Monschau. Dabei kamen uns die Straßen doch sehr bekannt vor.
Nach einer leckeren Waffel und natürlich einem Kaffee spazierten wir durch das recht volle Monschau. Dann holten wir die Räder und schoben sie durch das recht volle Monschau.
Einem Abstecher zur Panzersperre und einer Fahrt über den Westwallwanderweg, kamen wir wieder auf den Vennbahnradweg. Die letzten sieben Kilometer ging es dann ruhig mit festem Untergrund zurück zu den Autos. Gegen 17:20 Uhr traten wir die Heimreise an.

Der Vennbahnradweg hat uns vier sicher nicht zum letzten mal gesehen.